Bremsanlage

Bremsanlagen, insbesondere Bremsbeläge und Bremsscheiben, sind großen Belastungen und Verschleiß ausgesetzt. Wenn Sie einen neuen Bremssattel für die Bremsanlage Ihres Autos benötigen, ABS-Sensoren, ABS-Sensorringe oder eine neue Vakuumpumpe suchen, finden Sie bei ATP Autoteile ein breit gefächertes Sortiment an Einzelkomponenten bis zur ganzen Bremsanlage. Die große Produktauswahl erleichtert Ihnen die Suche nach dem passenden Ersatzteil.

Was leisten hochwertige Bremsanlagen für Ihre Sicherheit?

Bei einem Fahrzeug ist das sichere Anhalten beinahe noch wichtiger als das eigentliche Fahren. Jederzeit muss sich der Fahrer auf die Bremsanlage verlassen können, um Kollisionen und Unfälle zu vermeiden.

Die Bremse gehört an jedem Fahrzeug zu den sicherheitsrelevanten Systemen. Von ihrer Qualität kann das Überleben der Autofahrer abhängen. Die wichtigste Funktion einer Bremsanlage: Sie soll das Fahrzeug schnellstmöglich zum Stillstand bringen. Aber nicht nur das. Sie muss die Geschwindigkeit zuverlässig und bedarfsgerecht drosseln, aber ebenso in der Lage sein, mit möglichst kurzem Bremsweg und ohne Spuren zu hinterlassen einen völligen Stillstand herbeizuführen. Ebenfalls sehr wichtig ist es, dass die Bremse ein geparktes Fahrzeug auch auf abschüssigen Positionen im Stillstand halten kann.

Die Temperaturen an den Bremsbelägen können bei einem Bremsvorgang schnell einmal mehr als 700° Celsius erreichen. Das stellt an das Material hohe Anforderungen und die Bremsanlage muss für eine optimale Funktion ausreichend gekühlt werden. Störende Verunreinigungen gilt es ebenfalls zu vermeiden. Wenn Sie bei Ihrer Bremsanlage die Bremsbeläge wechseln, beachten Sie, dass neue Bremsbeläge erst nach einer gewissen Einfahrzeit ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen. Achten Sie bei Ihrer Auswahl auf die Hitzebeständigkeit und die Qualität der Bremsflüssigkeit. Sonst besteht die Gefahr, überraschend irgendwann beim Bremsen ins Leere zu treten. Auch bei Bremsscheiben und Bremsbelägen gibt es unterschiedliche Qualitäten, was Material und Verarbeitung betrifft.

Wie funktionieren Bremsanlagen?

Die Bremsen an einem Fahrzeug befinden sich zwischen dem Rad und dem Bremspedal. Moderne Scheibenbremsen stellen heute die gängige Bauform von Bremsanlagen dar und bestehen aus Bremsbelägen, Bremssattel und Bremsscheiben. Die Bremsscheiben laufen auf einer Welle mit. Beim Bremsen werden beidseitig die Bremsbeläge auf die Bremsscheibe gepresst und sorgen so zur Verzögerung bzw. zum Anhalten. Da die Scheibenbremse einen höheren Wirkungsgrad hat, hat sie die Trommelbremse in den meisten Fällen als Standard abgelöst.

Es gibt insgesamt vier Baugruppen, zu denen die einzelnen Bremskomponenten gehören. Radbremse, elektronische Fahrsicherheitssysteme, Betätigung und die Übertragung. Über das Bremspedal erfolgt die Betätigung. Ein Bremskraftverstärker, der mit einer Vakuumpumpe betrieben wird, sorgt dafür, dass Sie weniger stark treten müssen. Über die Bremsflüssigkeit in den Bremsleitungen und den Bremsschläuchen wird die Kraft im Bremssattel auf den Bremszylinder übertragen und wandelt sie in hydraulischen Druck um. Der Bremszylinder bewegt sich, und die Beläge werden auf die Bremsscheiben gepresst. Dabei entsteht Reibung, die das Rad mit der Bremsscheibe stoppt. ABS-Sensoren und ASR verhindern blockierende oder durchdrehende Räder. Störungen im ABS-System können von einem defekten ABS-Sensorring herrühren, er sollte dann ausgetauscht werden.

Lastkraftwagen und Omnibusse sind mit sogenannten pneumatischen Bremsen, also mit Druckluftbremsanlagen ausgestattet. Ab einem Gesamtgewicht von etwa 7,5 t kommen reine Druckluftbremsen zum Einsatz. Im Gegensatz zu Bremsen im PKW sorgt bei der Bremse mit Druckluft nicht die Bremsflüssigkeit, sondern die Druckluft für die Kraftübertragung.

Die Regelung der Zylinderdrücke erfolgt bei modernen Fahrzeugen in der Regel mit Membranzylindern. Außerdem beinhalten die Systeme Funktionen wie das Antiblockiersystem (ABS), eine Antischlupfregelung (ASR) und modell- bzw. ausstattungsabhängig auch ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) für die Fahrsicherheit. Bei LKW bis zu einem Gesamtgewicht von 7,5 t kommen häufig gemischte Systeme zum Einsatz, die aus einer Flüssigkeitsbremse bestehen, die mit Druckluft betätigt wird.

Welche Aufgabe übernehmen Lufttrockner in Bremsanlagen?

Um die notwendige Druckluft zu erhalten, kommt ein ständig mitlaufender und motorgetriebener Kompressor zum Einsatz. Abhängig vom Vorratsdruck sorgt ein Druckregler für den notwendigen Ausgleich. Bei Bedarf wird die Luft vom Kompressor ins Bremssystem gepumpt, ansonsten kann die Luft drucklos in die Umgebung entweichen. Die einzelnen Druckluftkreise werden über ein Mehrkreisschutzventil versorgt, bei dem es sich heute meist um ein Vierkreisschutzventil handelt.

Dringt aber feuchte Luft in eine Druckluftbremsanlage, kann dieser Umstand die Funktion stören oder sogar zum Ausfall führen. Bei den ersten Bremsanlagen mit Druckluft war eine regelmäßige Entwässerung unabdingbar. Mittels automatischen oder manuell betätigten Entwässerungsventilen konnte das Wasser aus dem System genommen werden. Heute kommt ein sogenannter Lufttrockner zum Einsatz, da es besser ist, die Feuchtigkeit erst gar nicht in das Bremssystem eindringen zu lassen.

Kommt die Luft vom Kompressor, kühlt sie sich auf ihrem Weg durch ein langes Rohr, am Lufttrockner und am Druckregler ab. Hierbei vermindert sich bereits der Feuchtigkeitsgehalt. Im Lufttrockner selbst befindet sich ein Trockenmittel, das Wasserdampf binden kann. Je höher der Druck und je geringer die Temperatur ausfallen, umso mehr Dampf kann das Mittel aufnehmen. Ist der Abschaltdruck im Druckregler erreicht, gelangt ein Teil der Druckluft, unter kleinem Druck, erneut durch das Trockenmittel und von dort ins Freie.

Um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten, sind eine regelmäßige Prüfung auf Dichtigkeit und eine optimale Regenerationsfunktion notwendig.

Was sind die Ursachen für zu lange Füllzeiten bei Druckluftbremsanlagen?

In KFZ Bremsanlagen auf Druckluftbasis befinden sich sogenannte Vierkreisschutzventile. Dabei handelt es sich um Teile der mehrkreisigen KFZ-Druckluftbremsanlage, genauer gesagt: der Druckbeschaffungsanlage. Die über Kolben betriebenen Ventile sichern die einzelnen Druckluftkreise gegeneinander ab. Kommt es in einem der Kreise zu einem Druckverlust, soll durch den Einsatz dieses Ventils verhindert werden, dass die anderen Bremskreise durch den Druckluftabfall ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Regel teilen sich die Kreise folgendermaßen auf:

  • Betriebsbremskreis 1 entspricht dem ersten Kreis.
  • Betriebsbremskreis 2 bildet Kreis 2.
  • Kreis 3 besteht aus Federspeicher-Feststellbremse und evtl. der Anhängerversorgung.
  • Kreis 4: Nebenverbraucher wie Türsteuerung, Horn oder Luftfederung

Die Druckluftbremsanlage ist eine reine Fremdkraftbremsanlage. Ohne die Absicherung würde ein Leck auch bei den anderen Bremskreisen zu einem kompletten Verlust der Bremswirkung führen.

Für eine einwandfreie und optimale Funktion einer Druckluftbremsanlage wird ein ausreichender Vorrat an Druckluft benötigt. Ein Kompresser übernimmt die Aufgabe, diese in die Anlage zu befördern. Wurde der Höchstdruck erreicht, schaltet der Druckregler auf Abschaltdruck um, die Luft gelangt ins Freie. Ist die Luft teilweise verbraucht, schaltet der Druckregler erneut um und die Luft strömt in die Luftbehälter. Bei einem LKW dauert es bei mittlerer Motordrehzahl etwa drei bis sechs Minuten, bis der Abschaltdruck erreicht wird. Ursachen für zu lange Füllzeiten in Bremsanlagen können sein:

  • verschmutzte Luftfilter,
  • schadhafte Ventile und/oder Abnutzung der Kolben
  • undichte Vorratskreise

Dadurch kommt es zu Kompressionsverlusten des Kompressors. Um Mängel in diesem Bereich zu vermeiden, empfiehlt sich auch hier eine regelmäßige Kontrolle und Wartung der Komponenten.