Tuning & Styling

Was bedeutet Tuning?

Der Begriff Tuning kommt aus dem Englischen und heißt auf Deutsch „Feinabstimmung“. Damit werden alle Umbauten bezeichnet, welche die Leistung, den Klang und andere Funktionen eines Autos verbessern. Wenn nur die Optik eines Autos geändert wird, spricht man vom Styling.

Welche Tuning-Arten gibt es?

Motortuning

Das Motortuning steigert die Leistungsstärke des Motors durch die Erhöhung des Mitteldrucks, des Hubvolumens und der Drehzahl. Einer der neusten Trends ist das Chiptuning, womit die Motorleistung elektronisch verbessert wird. Weiteres Motorenzubehör sind unter anderem Sport-Luftfilter. Sie schützen den Motor vor Verunreinigung und können in bestimmten Fällen sogar den Kraftstoffverbrauch reduzieren. Sport-Schalldämpfer zählen auch zum Motortuning, doch ihre Hauptaufgabe besteht in der Erzeugung eines kräftigeren Motorklangs.

Karosserietuning

Das Umbauen der Karosserie dient oft der Verbesserung des Fahrverhaltens. So kann das Auto beispielsweise aerodynamischer getunt werden. Das Umtauschen von Karosserieteilen wird auch zur optischen Verschönerung genutzt.

Fahrwerktuning

Hier werden Fahrwerksteile ausgetauscht, vor allem Federn und Stoßdämpfer. Dadurch wird z.B. eine erhöhte Kurvenleistung erreicht. Auch Tiefer- und Höherlegen der Autos sind beliebte Tunings.

Innenraumtuning

Mit Bezügen aus hochwertigem Material oder dem Einbau von Multimediageräten kannst Du den Innenraum Deines Autos optimieren. Im Armaturenbrett werden verschiedene Zusatzinstrumente wie eine Öldruckanzeige montiert.

Beleuchtungen

Die Anpassung der Leuchten ist sehr beliebt. Dabei werden bei den Innen- und Außenleuchten die Helligkeit, die Scheinwerferform und die Lichtfarbe verändert. Für den Anbau zusätzlicher Beleuchtung gibt es zum Beispiel Kennzeichenleuchten.

Tuning und Styling – Was ist erlaubt?

Grundsätzlich ist alles erlaubt, sofern dadurch die allgemeine Zulassung des Autos nicht erlischt.

Die Zulassung kann in folgenden Fällen erlöschen:

  • Die genehmigte Fahrzeugart wird verändert.
  • Eine Verkehrsgefährdung ist zu erwarten.
  • Das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert sich.

Welche Zulassungsarten sind wichtig für Autotuning?

Teilegutachten

Manche Tuningteile müssen nach dem Kauf bei einer zugelassenen Prüfstelle, z.B. DEKRA, GTÜ oder TÜV abgegeben werden. Die Sachverständigen kontrollieren das Bauteil und bestimmen die Einbauvorgaben. Nach dem Einbau muss die durchgeführte Montage erneut begutachtet werden.

Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE)

Den meisten Bauteilen wird bereits beim Kauf eine Allgemeine Betriebserlaubnis beigelegt. In dieser ABE ist genau aufgelistet, für welches Auto und unter welchen Voraussetzungen das Bauteil zulässig ist. Damit ist ein Teilegutachten oft nicht mehr notwendig. Hier im ATP Online-Shop wird Dir die verfügbare ABE zum Produkt stets mitgeliefert.

Doch Vorsicht: Die Bauteile können trotz beiliegender ABE nicht beliebig kombiniert werden. Beispielsweise muss beim Einbau eines Lenkrads und neuer Reifen zuvor ein Sachverständiger prüfen, ob diese Teile miteinander kompatibel und sicher sind. In der ABE kann ein Teilgutachten außerdem ausdrücklich gefordert werden.

Bauartgenehmigung

Die nationale Bauartgenehmigung gilt, wie die ABE, nur in Deutschland. Sie bestätigt die Produktionsstandarts des Bauteils. Die internationalen Bauartgenehmigungen, die ECE-Genehmigung und die EG-Genehmigung, sind für die gesamte EU gültig. Tuningteile mit Bauartgenehmigung sind mit einem Prüfzeichen gekennzeichnet. Das Zeichen für die nationale Genehmigung setzt sich aus einer Wellenlinie, einem Buchstaben und einer Ziffer zusammen. Bei der EG-Genehmigung findest Du ein „e“ in einem Rechteck und bei der ECE-Genehmigung ein „E“ in einem Kreis. Bei den europäischen Zeichen muss außerdem die Ziffer 1 dabei stehen, sie steht für die Genehmigung in Deutschland. Achtung: Veränderst Du die Teile, erlischt deren Genehmigung!

Einzelabnahme durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen (aaS)

Veränderst Du Dein Auto so stark, dass es keinem offiziellen Fahrzeugtyp mehr entspricht, muss eine Einzelabnahme erfolgen. Dies solltest Du am besten noch vor dem Tuning vornehmen lassen.

Wo muss das Tuning eingetragen werden?

Wurde der Einbau der Tuningteile von einem Sachverständigen abgenommen, wird die Änderung in ein Prüfungszeugnis eingetragen. Dieses musst Du stets mit den Zulassungspapieren des Fahrzeugs bei Dir tragen. Das Gutachten der Prüfstelle muss der Zulassungsstelle vorgelegt werden. Diese trägt dann die genehmigten Änderungen in Deine Fahrzeugpapiere ein. In diesem Fall musst Du das Prüfungszeugnis nichtmehr gesondert mitführen.

Wie beeinflusst Tuning die KFZ-Versicherung?

Du solltest auf jeden Fall dein Tuningprojekt mit Deiner Versicherung absprechen. Ist die Versicherung nicht von den Änderungen am Auto informiert worden, kann sie im Schadensfall die Zahlung verweigern oder Dich in Regress nehmen. Dann fordert sie ein Teil der Schadenssumme von Dir zurück. Die Versicherungsprämie kann sich durch das Tuning erhöhen, aber meist sind dann auch die neuen Tuningteile mitversichert.

Nun bist Du bestens informiert, um Deinem Auto ein Upgrade ganz nach Deinem Geschmack zu verpassen. Schau Dir dafür jetzt unsere riesige Auswahl an Styling- und Tuningteilen an! Inspiration und Anleitungen für den richtigen Tuning Lifestyle findest Du zusätzlich auf unserem Blog